Bouviers vom Spicher Wäldchen

antje_krechel@t-online.de

Über uns 

Wir wohnen in Troisdorf-Spich, mitten im schönen Rheinland, geographisch zwischen Köln und Bonn gelegen. Unser Haus liegt in Waldrandnähe, wo unsere Hunde im Wald ausreichend Gelegenheit haben sich austoben. Sie lieben es jedoch genau so sehr in unserem Garten zu spielen oder einfach irgendwo unter Sträuchern herumzuliegen. Zu unserem Rudel gehört auch Main Coon Kater Harley, der gemeinsam mit unseren Hunden im Haus als vollintegriertes Familienmitglied lebt.  

Seit über 30 Jahren bin ich Mitglied im DVG (PSV Sankt-Augustin-Menden). Verschiedene Ämter habe ich im Laufe der Zeit im Vorstand bekleidet, u. a. war ich einige Jahre Ausbildungswartin und hatte viel Freude, Hundeerziehungskurse durchzuführen. In diesem Verein hat mich damals bereits die Leidenschaft für die Rasse der Bouviers des Flandres ergriffen, da dort einige Bouviers sehr erfolgreich im Hundesport geführt wurden (aus dem Zwinger von der Pappelranch). Zu dieser Zeit besaß ich meinen ersten Hund, eine Langhaarschäferhündin, mit der ich Schutzhundesport betrieben habe. Es hat nicht lange gedauert, bis ich den Kontakt zu einer Züchterin in Holland aufnahm und mehr als ein Jahr auf meinen ersten Bouvierrüden ""Honky Tonk Casa de Mandingo´s"" wartete, bis er (endlich) bei mir einziehen konnte. Mit Honky habe ich leidenschaftlich gerne Schutzhundesport gemacht. Leider wurde er sehr krank und ich musste ihn viel zu früh im Alter von 7 Jahren gehen lassen. Damals glaubte ich, dass ich nie wieder so einen wunderbaren Bouvier bekommen würde und erwarb eine vorgearbeitete Deutsche Schäferhündin, Alexis vom Vorgebirge. Zu dieser Zeit war es sehr praktisch, einen multifunktionellen und pflegeleichten Hund zu besitzen, mit dem ich alle Schutzhundprüfungen einschließlich Körung auf Lebzeit im SV erreichen konnte. Zusätzlich konnten meine 3 Kinder mit ihr spielen und vor allen Dingen war der Hund schnell wieder sauber nach mancher Schlammschlacht auf dem Hundeplatz oder nach der Fährtenarbeit.

Aus diesem Grunde kam danach zunächst nochmals eine Schäferhündin ins Haus, Flora vom Hachenburgerland. Sie war 10 Monate alt, wir nannten sie "Hexe". Das passte besser zu ihr. Denn sie war sehr speziell in ihrem Verhalten und extrem unverträglich mit Hündinnen und Rüden. Ein Spaziergang mit ihr war der reinste Horror für alle Beteiligte. Durch die Arbeit auf dem Hundeplatz wurde aus ihr ein umgänglicher Hund. Sie war unglaublich wachsam zum Leidwesen meiner flügge gewordenen Kinder, denn diese wurden lauthals einzeln verbellt, wenn sie "etwas später" heim kamen als "geplant". 

In den ganzen Jahren habe ich nie aufgehört, mich über Bouvierzuchten im In- und Ausland zu informieren. Über das Internet gestaltete sich dieses "Hobby" der ständigen Suche nach einem geeigneten Bouvier immer einfacher. Mein Mann und ich waren uns einig, dass wir uns einen Bouvier anschaffen werden, wenn unsere Hexe ins gesetzte Alter kommt. Doch die Rechnung hatten wir ohne unsere Hexe gemacht, die eines Morgens, es war ein Tag vor Heilig Abend im Jahr 2012, ohne Ankündigung einfach im Alter von 9 Jahren plötzlich von uns gegangen war. An diesem Tag wurden die Weichen für die Zukunft gestellt.

Unser Entschluss stand fest, dass nun ein Bouvier des Flandres ins Haus kommen wird. Obwohl ich mir mit der Suche nach einem Welpen Zeit lassen wollte, warf ich einen Blick auf die Homepage des Deutschen Bouvier Clubs und fand dort, unter den Junghunden inseriert, unseren Rüden "Kampun Inuk von der Prinzeneiche". Noch am gleichen Tag konnten wir ihn beim Züchter Uwe Wunsch abholen. Nach über 900 km Hin- und Rückfahrt sind wir am 24. Dezember in der Nacht mit unserem Bärchen zu Hause angekommen. Dieses Weihnachtsfest war die reinste Berg- und Talfahrt der Gefühle aufgrund des plötzlichen Verlustes unserer geliebten Hexe und dem Neuzugang unseres tierischen Familienzuwachses, wir nannten ihn "Rocky".  

Endlich war wieder ein Bouvier im Haus und Rocky entwickelte sich prächtig. Wir sind sehr dankbar, dass wir ein befreundetes Ehepaar von Rocky´s Züchter, Wim und Ria in Holland kennenlernen durften. Mehrmals habe ich Wim beim Haareschneiden unseres Bouviers über die Schulter geschaut, um es selber zu erlernen. Zeitgleich haben wir auf einer Schau in Duisburg-Bad Homberg einige nette Bouvierzüchter und Besitzer kennengelernt, für deren Ratschläge und freundliche Unterstützung wir sehr dankbar sind. 

Zu Hause passierte es immer häufiger, dass ich keinen Hund im Haus hatte, da mein Mann Rocky öfters mitnahm, z. B. zum Joggen. So haben wir uns entschlossen, uns nach einer Bouvierhündin umzusehen und es ergab es sich, dass wir aus Heike Büttgenbachs A-Wurf "Abby von Büttgen" im Alter von 8 Wochen zu uns nehmen konnten.

Im Laufe der Zeit haben wir uns mit dem Ausstellungswesen vertraut gemacht, wobei uns Karin Acher erstmalig unsere Hunde im Ring mit Erfolg vorgeführt hat. Auch von Christa Huffenbach konnte ich noch vieles lernen, sei es über das Ausstellungswesen oder das Haare schneiden der Bouviers. Dafür bin ich sehr dankbar. Ab und zu bin ich mit den Hunden zum Hundeplatz gefahren, um den Grundgehorsam zu festigen. Beide sind sehr spielfreudig, so dass das Arbeiten mit den Hunden viel Freude bereitet.   

So hatte es sich mit der Zeit ergeben, dass unsere Bouviers Rocky und Abby jeweils die Voraussetzungen für eine Zuchtzulassung erwerben konnten. Da wir sehr viel Freude mit unseren Hunden haben, haben wir uns für die Zucht dieser wundervollen Rasse entschieden. Wir freuen uns sehr über diese verantwortungsvolle Aufgabe.

Inzwischen bereichert "Nelly" Nice Najelly Kvitka vom Cantrikihof unser tierisches Team. Sie ist ein Traum von Hund und errang im November 2017 im Alter von 11 Monaten den Titel Weltjugendsiegerin 2017 und wurde zusätzlich BOS, weltschönste Hündin der Rasse Bouvier des Flandres. Wir sind zusammen mit den Züchtern Silvia und Stefan Abeling sehr stolz auf diese wunderschöne Hündin.